Unfälle durch fehlenden Atemschutz im Jahr 2009

(62 verletzte FA)

Hinweis: in der Statistik sind auch Unfälle enthalten die bisher nicht veröffentlicht wurden. Daher kann es vorkommen, dass die Gesamtzahl der betroffenen FA die Summe der in den Berichten erwähnten übersteigt.


- Außenangriff - zwei FA mit Rauchvergiftung

(bl) Pinneberg - Appen (SH). Bei einem Großfeuer ist das Erdgeschoss einer Doppelhaushälfte ausgebrannt. Bei den Löscharbeiten zogen sich zwei Kameraden der FF Appen eine Rauchgasinhalation zu; sie wurden zur Beobachtung ins Krankenhaus eingeliefert. Die Feuerwehr setzte mehrere Strahlrohre im Innenangriff unter schwerem Atemschutz und von der Terrasse ein. Zwei Kameraden atmeten bei Löscharbeiten von außen zu viel Rauch ein. Sie wurden vorsorglich ins Regioklinikum Pinneberg eingeliefert.

Quelle: http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/22179/1397798/kreisfeuerwehrverband_pinneberg/rss

- Brand im Gerätehaus - 12 Feuerwehrleute erleiden Rauchgasvergiftung

(cl) Schifflingen (Luxemburg). Am 9. Juni 2009 gegen 03:20 wurde die Schifflinger Feuerwehr zu einem Brand in ihrem eigenen Gerätehaus gerufen. Beim Eintreffen stand die Kabine des TLF3000 in Vollbrand. Da sich die Kabine dieses Fahrzeugs direkt am Zugang zur Garage befand, kamen die Rettungskräfte weder an die persönliche Schutzausrüstung noch an ihre eigenen Fahrzeuge heran. Da es 7 Monate zuvor im benachbarten Gebäude des Zivilschutzes ebenfalls zu einem Brand gekommen war und hier die Reparaturen noch nicht abgeschlossen waren, standen zwei 2 weitere Fahrzeuge ebenfalls im Gerätehaus der Feuerwehr.

Die Nachbarwehr aus Esch-sur-Alzette wurde sofort von dem ersten vor Ort eintreffenden Feuerwehrmann über die Notrufzentrale zur Verstärkung gerufen. In der Zwischenzeit bekämpfte ein Trupp aus der Deckung heraus das Feuer von aussen mit Hilfe eines Wandhydranten der sich direkt neben dem Eingang zur Garage befand. In der Folge wurden wegen des Stromausfalls alle Garagentore von aussen aufgebrochen um an Atemschutzgeräte heranzukommen und um zu versuchen die restlichen Fahrzeuge vor dem Feuer zu retten. Durch die austretenden Brandgase erlitten 12 Feuerwehrleute eine Rauchgasvergiftung. Bis auf einen Kollegen konnten alle das Krankenhaus innerhalb von zwei Stunden verlassen, der letzte Kollege verliess das Krankenhaus am frühen Nachmittag.

Es war allen Mitglieder bewusst, dass sie ohne komplette Schutzausrüstung nicht hätten so beherzt eingreifen sollen, jedoch wollte niemand zusehen wie das Feuer sich ausbreitete und auf weitere Fahrzeuge übergriff. An den Fahrzeugen und dem Gerätehaus entstand trotzdem ein Sachschaden von einer Million Euro. Bei dem Brand handelte es sich um Brandstiftung.

Quelle: Persönliche Mitteilung des Kommandanten

- Großbrand - Rauchvergiftung im Freien - ein verletzter FA

(bl) Osnabrück (Niedersachsen). Bei den Löscharbeiten an einer Produktionshalle erlitt ein Feuerwehrmann eine Rauchvergiftung bei Arbeiten im Freien. Er wurde für eine Nacht stationär in einer Klinik aufgenommen. Die enorme Rauchentwicklung ist auf den Bildern und Videos der Presse deutlich zu sehen. Einsatzbericht mit links

Quelle: Feuerwehr Osnabrück

- Brand Tiefgarage - Verdacht auf Rauchgasintoxikation

(jk) Kilchberg (ZH). Kurz vor 16:30 Uhr wurde die Feuerwehr Kilchberg Rüschlikon zu einem Tiefgaragenbrand gerufen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits starker Rauch aus der Garage. Dieser wurde durch die herrschenden Windverhältnisse stark in der näheren Umgebung verteilt. Bis zur Ablösung durch AGT bauten die ersten Kräfte vor Ort die Druckleitungen auf dem Vorplatz auf. Dabei waren sie phasenweise dem Brandrauch ausgesetzt. Eine Feuerwehrfrau klagte danach über leichte Symptome und wurde durch den Rettungsdienst zur Kontrolle ins Krankenhaus gebracht. Zum Glück bestätigte sich der Verdacht einer Rauchgasintoxikation nicht.

Quelle: Feuerwehr Kilchberg-Rüschlikon

- Großbrand - eine verletzte FA

(bl) Boffzen (Landkreis Holzminden). Bei einem Großbrand wurden mehrere Personen durch Rauchvergiftungen leicht verletzt, darunter eine Feuerwehrangehörige.